Konsequent texten – jedenfalls meistens

Konsequent texten

„Entweder man lebt, oder man ist konsequent“, fand Erich Kästner. Das stimmt.  Trotzdem geht es beim Texten oft darum, so konsequent wie möglich sein, sich selbst Regeln aufzuerlegen und die dann zu befolgen  – unter dem Vorbehalt, dass man vielleicht doch mal abweichen und Kompromisse eingehen muss.

Es gibt nämlich gute Gründe für eine solche Konsequenz:

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Schreiben Sie Denglish, please!

Es ist absurd: Mittlerweile schlage ich ständig englische Worte im Duden, seines Zeichens das „Wörterbuch der deutschen Sprache“, nach. Denn ein gepflegtes Denglish ist mittlerweile in vielen Branchen Usus. Und wir Texter kommen um viele übliche Wörter natürlich nicht drum herum.

Wir haben uns eine ganze Menge englischer Vokabeln einverleibt, denn sie sind so praktisch: schön kurz – und schön schwammig. Ganz anders als das präzise Deutsche. (Aber dazu ein andermal mehr.)

Während wir sie im Alltagsgespräch ganz selbstverständlich benutzen, wird es schwierig, sobald wir sie zu Papier (oder online) bringen wollen.

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Wir sehen die Welt durch unsere Sprache

Der Titel fixte mich sofort an: „Im Spiegel der Sprache – Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht“*. Sprecher mehrerer Sprachen werden mir zustimmen, dass man in einer anderen Sprache (gezwungenermaßen?) anders denkt. Deutsche zum Beispiel interessieren sich immer sehr für Zahlen. Darauf stieß mich eine italienische Freundin, als ich ihr die hierzulande völlig normale Frage nach der Quadratmeterzahl ihrer neuen Wohnung stellte. „Ich weiß es nicht genau. Warum wollen das immer alle wissen?“

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