Kurz ist Trumpf: Warum kurze Wörter besser sind als lange

Schon gewusst? Je kürzer ein Wort ist, desto wirkungsvoller ist es. Am stärksten sind einsilbige Worte. Davon gibt es im Deutschen zwar nicht so viele wie im Englischen, aber doch einige.

Ein Meister der kurzen, knackigen Wörter war übrigens Goethe. „Das also war des Pudels Kern!“ heißt es im Faust. Und nicht etwa: „Derartig war offensichtlich des haarigen schwarzgelockten Köters Wesen.“

Oder: „Hier steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.“

Auch Texter machen sich die Schlagkraft der Kurzen zunutze. Der Slogan der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung war so erfolgreich, dass sie ihn über 25 Jahre lang beibehielt:

Kurze Wörter sind besser als lange: Gib AIDS keine Chance
Kurze Wörter sind besser als lange: Gib AIDS keine Chance (Quelle: BzgA)

Ob Boris Becker mit seinem berühmten AOL-Spot „Ich bin drin!“ oder Nescafé mit „Ich bin so frei“: In der Kürze liegt nun mal die Würze.

Saturn landete mit „Geiz ist geil“ einen Volltreffer. Und auch die BILD-Zeitung sicherte sich mit „Wir sind Papst“ einen Platz in der Hall of Fame der Schlagzeilen.

Martin Luther verdanken wir einige knackige Redewendungen: z. B. „Friss oder stirb!“ und  „Jetzt erst recht!“

Wenn Sie Ihren Botschaften Kraft verleihen möchten, dann generieren Sie keine Innovationen, sondern formulieren Sie’s knackig: mit kurzen Wörtern.

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