Wenn zwei dasselbe sagen

Bedeutung Brot

… hat es noch lange nicht die gleiche Bedeutung.

Immer wieder staune ich, dass Menschen glauben, Begriffe ganz klar definieren zu können. Kennen Sie das? Da streitet man sich einen ganzen Abend mit jemandem, nur um dann festzustellen, dass man die ganze Zeit dasselbe meinte.

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Kurz ist Trumpf: Warum kurze Wörter besser sind als lange

Schon gewusst? Je kürzer ein Wort ist, desto wirkungsvoller ist es. Am stärksten sind einsilbige Worte. Davon gibt es im Deutschen zwar nicht so viele wie im Englischen, aber doch einige.

Ein Meister der kurzen, knackigen Wörter war übrigens Goethe. „Das also war des Pudels Kern!“ heißt es im Faust. Und nicht etwa: „Derartig war offensichtlich des haarigen schwarzgelockten Köters Wesen.“

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Schreiben Sie Denglish, please!

Es ist absurd: Mittlerweile schlage ich ständig englische Worte im Duden, seines Zeichens das „Wörterbuch der deutschen Sprache“, nach. Denn ein gepflegtes Denglish ist mittlerweile in vielen Branchen Usus. Und wir Texter kommen um viele übliche Wörter natürlich nicht drum herum.

Wir haben uns eine ganze Menge englischer Vokabeln einverleibt, denn sie sind so praktisch: schön kurz – und schön schwammig. Ganz anders als das präzise Deutsche. (Aber dazu ein andermal mehr.)

Während wir sie im Alltagsgespräch ganz selbstverständlich benutzen, wird es schwierig, sobald wir sie zu Papier (oder online) bringen wollen.

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Schweizerdeutsch, schöne Sprache

Nicht nur Schweizerdeutsch, auch die Schweiz ist schön.

Schweizer*innen gratulieren nicht zum Geburtstag, sondern auf Schweizerdeutsch zum „Geburi“. Das ist entzückend und irgendwie auch anarchistisch – einfach so den Rest des Wortes wegzulassen. Texter*innen sind ja bekanntlich große Fans kurzer Wörter.

Ich mag Schweizerdeutsch ganz gern – vor allem, weil es mich immer wieder überrascht und zum Nachdenken über unsere Sprache bringt. Geht es Ihnen auch so? Fall Sie mal so richtig in Helvetismen baden möchten, dann sei Ihnen diese Wortparade der NZZ empfohlen.

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Sind Namen Schall und Rauch?

Offenbar nicht. Wir sehen so aus, wie wir heißen. Wie es scheint, gleichen wir unser Aussehen unserem Namen an – eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.

Fremde können mit relativ großer Treffsicherheit einer Person auf einem Foto den passenden Namen zuordnen. Verblüffend!

All das haben israelische Forscher in einer Studie herausgefunden.

Namen haben also größere Auswirkungen, als wir denken. Für Texter ist das wieder mal ein Beweis für die große Kraft der Wörter.

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Wir sehen die Welt durch unsere Sprache

Der Titel fixte mich sofort an: „Im Spiegel der Sprache – Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht“*. Sprecher mehrerer Sprachen werden mir zustimmen, dass man in einer anderen Sprache (gezwungenermaßen?) anders denkt. Deutsche zum Beispiel interessieren sich immer sehr für Zahlen. Darauf stieß mich eine italienische Freundin, als ich ihr die hierzulande völlig normale Frage nach der Quadratmeterzahl ihrer neuen Wohnung stellte. „Ich weiß es nicht genau. Warum wollen das immer alle wissen?“

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